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Sie haben sich vielleicht schon ein, zwei Semester mit Tschechisch
oder Polnisch beschäftigt. Sie fühlen sich in dieser Sprache noch
nicht zu Hause, können sich aber doch in alltäglichen Situtionen
wenn auch mit einfachen Mitteln verständigen. Es gibt sicher noch
viele Wörter und Wendungen, die sie erlernen möchten, doch am
besten werden sich Ihnen wahrscheinlich die einprägen, die Sie
(außerhalb des Lehrwerkes) selbst "für sich entdeckt" haben.
Trauen Sie sich daher ruhig mal an tschechische oder polnische
Texte. Das Internet bietet die verschiedensten Textsorten und
gleichzeitig einen großen Vorteil: die Texte sind Zeugen der lebendigen
Sprache.
Hier einige Beispiele: (und gleichzeitig der Verweis für alle,
die direkt nach Links zu den entsprechenden polnischen oder tschechischen
Medien suchen)
Die Suche nach dem richtigen Text
Anfänger sollten sich zu große Texte vornehmen. Schauen Sie ruhig
mal bei einer tschechischen oder polnischen Online-Zeitung vorbei.
Oftmals sind schon Überschriften recht ausagekräftig. Sie prägen
sie sich aufgrund ihrer Kürze oder vor allem in Verbindung mit
einem aktuellen Ereignis gut ein. Und untermalt durch ein Bild
lassen sie sich auch leicht entschlüsseln.
Wählen Sie sich einen Text aus Ihrem Interessengebiet. Meist
entscheidet man schon anhand der Überschrift, ob man den Text
weiterlesen möchte und ob er interessante Informationen enthält.
Auf der Suche nach Texten im Internet gelangt man allerdings nicht
immer über die Überschrift zum Text, sondern oftmals
auch über einen winzigen Textausschnitt, den uns die Suchmaschine
anbietet. Nutzen Sie auch gezielt polnische und tschechische Suchmaschinen,
die standardmäßig zunächst nur Seiten des tschechischen
bzw. polnischen Webs durchsuchen. So können Sie die Anzahl
der Treffer minimieren und werden auch gezielt auf eventuelle
Rechtschreibfehler aufmerksam. Man sollte auch die verschiedenen
Optionen nutzen, die uns google & Co. bieten, und zum Beispiel
den angezeigten Textausschnitt vergrößern.
Wenn Sie sich bis zum Text vorgeklickt haben, achten Sie vor
allem auf folgende Fragen:
- Wer tut oder sagt, wann, wem was? und vor allem
- Interessiert mich das hier Geschriebene tatsächlich?
Und dann?
Wenn Sie auf einen Text gestoßen sind, der Ihr Interesse weckt,
nehmen Sie sich auf keinen Fall vor, jedes einzelne Wort verstehen
zu wollen. Lassen Sie sich nicht von der Menge unbekannter Wörter
abschrecken. Stellen Sie sich gezielt Fragen, die Sie in dem Zusammenhang
beschäftigen, und "scannen" Sie den Text nach Schlüsselwörtern
und wichtigen Stellen ab.
Kopieren Sie sich ruhig den Text in Ihre Textverarbeitung. Die
bietet Ihnen hilfreiche Instrumente. Sie können zum Beispiel farbig
markieren oder einzelne Wörter mit Kommentaren versehen (zum Beispiel
der Übersetzung oder einer Eselsbrücke und und und).
Wer nicht gern am Bildschirm liest, wird sich seinen Text natürlich
ausdrucken wollen.
Schreiben Sie sich gezielt Wörter und Wortverbindungen aus dem
Text heraus, die Ihnen wichtig erscheinen und von denen Sie glauben,
dass Sie sie sich merken können. (Diese Regel mag Ihnen komisch
vorkommen. Aber häufig übernimmt man sich und verliert angesichts
der langen Vokabelliste schnell die Lust. Beschränken Sie
sich auf 15-20 Stück.)
Ignorieren Sie dabei auch nicht die Wörter und Wendungen, die
Sie gleich verstanden haben. Wenn Sie sie in Ihren aktiven Wortschatz
aufnehmen wollen, sollten Sie sich auch diese notieren.
Ihre ganz persönliche Vokabelliste sollte in einem handlichen
Heftchen untergebracht oder auf kleine Karteikärtchen verteilt
sein. Denn so ein kleines Heft bzw. ein kleiner Stapel Karteikarten
ist schnell mal in die Jackentasche gesteckt und damit in der
Straßenbahn und im Wartesaal schnell zur Hand.
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